OFFENsichtlich: JugendKunstSchule im Karo

11.09.2022

Offenes Atelier für alle …wer will noch mal, wer hat noch nicht. Hereinspaziert ins Freiluft-Atelier der JugendKunstSchule. Hier können alle malen, ob groß oder klein, jung oder alt… Wir stellen Staffeleien, Farbe, KnowHow… es gibt Kaffee und Kuchen, gemütliche Sitzplötze zum Zuschauen und auch eine Überraschungsaktion. Anbei ist ein großer Spielplatz also alles bereit für den Mehrgenerationenausflug. Kontakt JugendKunstSchule im Karo Schachtstraße 51 45968 Gladbeck www.jugendkunstschule-gladbeck.de michaela.schaub@stadt-gladbeck.de

OFFENsichtlich: Dana Skalischus

05.09.2022

Wir freuen uns, heute als eine der Teilnehmerinnen der Kunst- und Designroute 2022 in Gladbeck Dana Skalischus vorzustellen. Sie gestaltet zauberhafte Werke mit der so genannten Acryl Pouring Technik. Kontakt Dana Skalischus Höhenstraße 10b 45966 Gladbeck zs933.arts@gmail.com Mobil 0157 39 38 04 45

OFFENsichtlich: Susanne A. Schalz

05.09.2022

Die freischaffende Künstler Susanne A. Schalz lässt das Ruhrgebiet mit Fördertürmen in leuchtenden Farben erstrahlen. Da will man mal sagen, dass das Ruhrgebiet grau und langweilig sei. Ihre Skulpturen (SkulptRuhr) stehen für den Wandel des einstigen Kohlestandorts zu einer vielfältigen und bunten Metropole. Kontakt Susanne A. Schalz MAGAZIN Gladbeck Atelier Pott in Farbe Talstraße 11 45966 Gladbeck https://www.pott-in-farbe.de schalz@pott-in-farbe.de Mobil 0173 717 02 10

OFFENsichtlich: Doris Reineking

05.09.2022

Doris Reineking stellt die Ästhetik großer Industrieanlagen in Öl, Aquarell und Kreide dar. Wir freuen uns sehr, sie als eine Künstlerin auf der Kunst- und Designroute zu begrüßen.   Kontakt Doris Reineking Zu Gast im MAGZIN Talstraße 11 45966 Gladbeck d.m.reineking@gmail.com Telefon 02041 54 665

OFFENsichtlich: Editha Nüsgen

05.09.2022

Bei der diesjährigen Kunst- und Designroute 2022 in Gladbeck ist erstmals „Wonne“ von Editha Nüsgen mit dabei, die mit liebevoll selbsthergestellten Kleinigkeiten eine Nische entdeckt hat. Kontakt Editha Nüsgen Atelier Wonne Horsterstr. 24 45964 Gladbeck www.wonne-atelier.de editha@wonne-atelier.de Mobil 0177 49 58 536

OFFENsichtlich: Iryna Minkner-Romanova

05.09.2022

In der ALTEN SPEDITION wird die ukrainische Künstlerin Iryna Minkner-Romanova ihre gekonnten schwarz weiß Bilder zeigen. Iryna Minkner-Romanova ist Künstlerin und malt Bilder. Im Jahr 2017 kam sie aus der Ukraine nach Deutschland. Hier konnte sie ihre künstlerischen Fähigkeiten wieder aufnehmen und aufbauen. In ihren Bildern vermittelt sie Emotionen und Gefühle, und verhilft vor allem anderen Menschen zur Sinnlichkeit, Ruhe und emotionaler Ausgeglichenheit. Kontakt Iryna Minkner-Romanova Zu Gast in der ALTEN SPEDITION GLADBECK Ringeldorfer Str. 6 45968 Gladbeck www.i-m-r-kunst.de ira.minknee1979@gmail.com Mobil 0160 58 57 689  

OFFENsichtlich: Christian Mast

05.09.2022

In der freien Kunstszene wird der Graffiti Künstler Christian Mast im ALTEN MAGAZIN ausstellen. Hier treffen atemberaubende Farben auf die schöne Welt der geometrischen Formen, wobei endlose Galaxien eröffnet werden. Kontakt Christian Mast Zu Gast im MAGAZIN Gladbeck Talstraße 11 45966 Gladbeck

OFFENsichtlich: Tatjana Jungjohann

05.09.2022

Tatjana Jungjohann arbeitet fast ausschließlich mit Naturmaterialien oder Dingen, die Menschen wegwerfen. Vermeintlicher „Müll“ wird somit im handumdrehend zu zauberhaften Projekten verwandelt. Kontakt Tatjana Jungjohann Laden für Zauberangelegeneheiten Jovyplatz. 4 [kreativAmt] 45964 Gladbeck www.zauberangelegenheiten.de info@zauberangelegenheiten.de Telefon 02043 921 11 27

OFFENsichtlich: Winfried Fichtner

05.09.2022

Wir freuen uns, als einen der Teilnehmer der Kunst- und Designroute 2022 in Gladbeck, Winfried Fichtner vorstellen zu dürfen. Er begeistert mit tollsten Fotografien im Gebäude der VHS. Kontakt Winfried Fichtner Zu Gast in der VHS Friedrichstraße 55 45964 Gladbeck winfriedfichtner1@web.de Telefon 02043 43272

OFFENsichtlich: Manuel Krauß

05.09.2022

„ADM“, was für Aqua Design Manuel steht, ist ein ganz neues Erlebnis in den Reihen der Kunst- und Designroute. Die Location von Manuel Krauß ist wie ein kleiner Urlaub, denn es gibt exotische Wurzeln, Steine und weitere Materialien rund um das Thema Aquaristik/Terraristik, die gekonnt in Szene gesetzt sind. Kontakt ADM Aqua – Design – Manuel Manuel Krauß Beethovenstr. 27 45966 Gladbeck www.adm-scaping.com adm.info@gmx.de Telefon 02043/56 192

OFFENsichtlich: Sandra Sump

05.09.2022

Wir freuen uns, heute als eine der Teilnehmerinnen der Kunst- und Designroute 2022 in Gladbeck Sandra Sump vorzustellen. Die Künstlerin ist ist zu Gast im MAGAZIN Gladbeck. Die Ideen zu den Werken kamen durch die Natur, geprägt vom Wunsch nach Erholung und Entspannung. Das Werk „Lake Louise“ aus dem Booklet hat die Künstlerin selbst fotografiert. Es stammt aus Kanada. Inspiration zum Bild „Oxford garden“ kam durch eine Fotografie, die eine Freundin der Künstlerin dort gemacht hat.   Kontakt Zu Gast im MAGAZIN Gladbeck Sandra Sump Talstraße 11 45966 Gladbeck ms-sump@gelsennet.de Telefon 02043 669 81 Mobil 0178 348 14 05

OFFENsichtlich: Sabine Löbbecke

05.09.2022

Wir freuen uns, heute als eine der Teilnehmerinnen der Kunst- und Designroute 2o22 in Gladbeck Sabine Löbbecke vorzustellen. Abstrakte Acrylmalereien auf Leinwand, Papier und Holz werden die Besucher*innen begeistern. Kontakt Sabine Löbbecke Allinghofstr. 48 45964 Gladbeck s.loebbecke@gmail.com Mobil 0173 155 39 81

OFFENsichtlich: Ralf Augustin

05.09.2022

Sein aus geöltem Mammutholzbaum bestehendes Projekt „Three Mammuts“ beschreibt die Verdrängung des Homo neanderthalensis (Neandertaler) durch den Homo sapiens (Mensch) vor rund 40.000 Jahren, symbolisiert durch den roten Riss im Holz. In Folge dessen starben allmählich die uns heute bekannten Mammuts aus. Kontakt Ralf Augustin Gartenstraße. 5a 45968 Gladbeck www.augustin-holzschnitzkunst.de ralf-augustin@t-online.de Mobil 0172 298 91 27  

OFFENsichtlich: Neue Galerie

05.09.2022

Wir freuen uns auf der Kunst- und Designroute die Gruppenausstellung HOW TO & KNOW-HOW der Künstlerinnen Carlotta Bailly-Borg, Maryam Hoseini, Conny Maier, Kristina Schuldt, Grace Weaver und Rose Wylie vorstellen zu können. Kontakt Neue Galerie Gladbeck Bottroper Str. 17 45964 Gladbeck www.galeriegladbeck.de hallo@galeriegladbeck.de Telefon 02043 319 83 71

OFFENsichtlich: Karoline Dumpe

05.09.2022

Die Künstlerin ist im Kunstraum Alte Spedition ansässig. Hier befinden sich ihr Atelier und ihre Ausstellungsräume, in denen drei Ausstellungen pro Jahr statt finden. Mit beiden Aktivitäten möchte sie die Kunstszene in Gladbeck bereichern und bekannter machen. Wichtig ist es ihr deutlich zu machen, dass Kunst hochwertig und authentisch sein kann ohne dabei abgehoben zu sein. Ihr Anliegen ist es durch diese Philosophie noch mehr Menschen für die zeitgenössische Kunst zu begeistern und zur Vernetzung in der überregionalen Kunstszene beizutragen. Kontakt ALTE SPEDITON GLADBECK Karoline Dumpe Ringeldorfer Str. 6 45968 Gladbeck www.dumpe.de www.alte-spedition.de karoline@dumpe.de Mobil 0172 570 09 63

OFFENsichtlich: Karin Natzkowski

05.09.2022

Für die Künstlerin liegt die Faszination der Malerei in der Spannung zwischen Zufall und Steuerung, zwischen Spontaneität und Ordnungswille zu pendeln, schnell entscheiden und zügig malen zu müssen. Dieses spontane Reagieren, verbunden mit dem experimentellen Einsatz verschiedenster Materialien, führt zu spannenden Werken. Die Freude am plastischen Arbeiten mit Ton läßt handmodellierte Keramik-Skulpturen und -Objekte entstehen.  Kontakt Karin Natzkowski* Zu Gast im Haus der VHS Friedrichstraße 55 45964 Gladbeck karin.natzkowski@t-online.de Telefon 02043 229 31 Mobil 0151 287 141 71 *durch Heirat im März 2022 jetzt Karin Schwarz

OFFENsichtlich: Henry Trebstein

05.09.2022

ARTHURKOPF arbeitet mit recycelten Fahrradschläuchen: Taschen und Accessoires fürs Fahrrad und für den Menschen entstehen in unserer Werkstatt in Gladbeck. Die Schläuche zeigen Fahrspuren, Flicken und Typografie – ein einzigartiges Unikat entsteht so in reiner Handarbeit. Kombiniert wird der Fahrradschlauch mit Plane und Leder, was eine große Vielfalt an farblichen Akzenten liefert. ARTHURKOPF liebt das Fahrrad. So gibt es auch eine große Auswahl an T-Shirts, mit denen ihr eure Leidenschaft zum Radfahren zeigen könnt. Zeige wie du fährst!     Kontakt Henry Trebstein ARTHURKOPF Horster Str. 127 45968 Gladbeck www.arthurkopf.de arthurkopf@arthurkopf.de Mobil 0176 232 553 01  

OFFENsichtlich: Ernst Heye

05.09.2022

Ernst Heye’s Künste aus Drahtgeflechten erstaunen unzählige kreative Köpfe. Ohne vorherige Planung werkelt der gebürtige Dorstener mit Kupferdrähten phantasievolle Konstrukte. Erst bei der Umsetzung entwickle sich manches Kunstwerk zu dem, was es später ist. „Drahtart“: Kupfer, Konstrukte, Kunst! Kontakt Ernst Heye Draht-Art, Kinetik & Drahtkunst Zu Gast im MAGAZIN Gladbeck Talstr. 11 45966 Gladbeck www.draht-art-heye.de heyeoase@t-online.de Telefon 02362 261 11  

OFFENsichtlich: Antje Meier

05.09.2022

Mit vielen verschiedenen Techniken der Acrylmalerei werden mit Leidenschaft farbenfrohe Naturszenen auf Leinwand gebracht. Durch mehrschichtiges Auftragen der Farben erhalten die Werke von Antje Meier eine reliefartige Struktur, welche sie zum Leben erwecken. Nach vielen Monaten der Modernisierung hat Antje Meier mit der Eröffnung des Atelier 1952 in der ehemaligen Martin-Luther-Kirche ein komplett neues Flair verpasst und dabei mit vielen Details und Liebe den ehemaligen „Kulturtempel“ des Eigentümers Herr Martin Schmidt modernisiert. Kontakt Galerie 1952 in der ehem. Martin Luther Kirche Antje Meier Josefstraße 9 45966 Gladbeck www.antjemeier.de am@antjemeier.de Mobil 0157 559 262 34

OFFENsichtlich: 4. Kunst- & Designroute 17. – 18.09.2022 in Gladbeck

05.09.2022

Auch dieses Jahr findet vom 17.09. bis 18.09.2022 die bereits 4. Kunst- und Designroute in ihrer vollen künstlerischen Vielfalt statt. Den künstlerischen Werken sind wie immer keine Grenzen gesetzt. Gerne können Sie auch im Voraus schon einen kleinen Blick ins Booklet werfen. Anbei finden Sie eine Übersicht aller Künstler:innnen der Kunst- und Designroute 2022: 1 – Ralf Augustin 2 – Karoline Dumpe 3 – Winfried Fichtner 4 – Ernst Heye 5 – Manuel Krauß 6 – Sabine Löbbecke 7 – Tatjana Jungjohann 8 – Christian Mast 9 – Antje Meier 10 – Iryna Minkner 11 – Karin Natzkowski 12 – Editha Nüsgen 13 – Doris Reineking 14 – Susanne A. Schalz 15 – Dana Skalischus 16 – Sandra Sump 17 – Neue Galerie 18 – Henry Trebstein F -Jugendkunstschule  

Gladbecker Haldenkrankenhaus

23.11.2021

Im Zweiten Weltkrieg wurde das St. Barbara-Hospital bei Luftangriffen 1943 und 1944 so stark getroffen, dass der Bau eines Notkrankenhauses für Schwerkranke nötig war. Dazu wurde der westliche Teil des Luftschutzstollens in der Bergehalde der Zeche Graf Moltke I / II eingebaut.  Auf Initiative des Bergwerkdirektors Schennen und des Krankenhausrektors Wenning wurde 1944 der südwestliche Teil zum Krankenhaus umgebaut, nach einer dreimonatigen Bauzeit wurde im Januar 1945 das Haldenkrankenhaus eröffnet. An dessen Bau haben Bergleute, Kriegsgefangene, Zwangsarbeiter, aber auch Freiwillige fast ununterbrochen Tag und Nacht gearbeitet. Das Krankenhaus war für 250 Kranke ausgelegt, allerdings suchten dort oft über 600 Menschen Schutz. Der Krankenhausbereich war vom öffentlichen Luftschutzstollen abgemauert.  Ab dem 6. Januar 1945 wurden die ersten Schwerkranken aus den Kellerräumen des St. Barbara-Hospitals in den Stollen verlegt.  Im März 1945 trafen mehrere Bomben die Halde. Schäden entstanden nicht, aber die Beleuchtung fiel aus. Mit Grubenlampen ging der Betrieb weiter. Operationen an Brandverletzten konnten mit Hilfe von Notstromaggregaten erfolgen.  Das Notkrankenhaus galt als sicher und war zudem noch sehr modern eingerichtet, mit Operationssaal, Badezimmer und Warmwasser. Sogar eine Kapelle gab es. Das Wasser wurde zeitweilig in Kübeln vom Zechengelände hertransportiert. Der Stollen wurde später zugemauert. 

Erste Bergarbeitersiedlung an der Uhlandstraße

23.11.2021

Der Stadtteil Butendorf verdankt seine Entstehung und Entwicklung vor allem der „Zeche Graf Moltke“, die ursprünglich „Zeche Rieckchen“ hieß. Sie wurde 1873 als erstes Bergwerk in dem noch dörflichen Gladbeck abgeteuft. Für die Menschen, die in großer Zahl nach Gladbeck kamen, um hier Arbeit und eine neue Heimat zu finden, musste ausreichend Wohn- und Lebensraum geschaffen werden. Seit 1888, im wilhelminischen Kaiserreich, als das aufstrebende Gladbeck drei Jahre zuvor den Status eines „Amtes“ erlangt hatte, entstand um die Schachtanlage eine durch die industrielle Entwicklung geprägte Wohnbebauung. Dazu gehörte auch die Bergarbeiterkolonie an der Uhlandstraße.  Diese Koloniestraße, wie auch die nicht weit entfernt gelegene Uhlandschule, wurden benannt nach dem deutschen Dichter Ludwig Uhland (1787 – 1862).  Die 1888 entstandene Kolonie Uhlandstraße ist die älteste erhaltene Siedlung für Bergarbeiterfamilien in Gladbeck. Sie entspricht in Anlage und Gestaltung der klassischen Arbeiterkolonie, wie sie seit den 1850er Jahren im Ruhrgebiet im Siedlungs- bau üblich war. Ein Haus wurde für jeweils vier Familien gebaut, mit Plumpsklo, Stall und Schuppen in Flachbauten hinter dem Haus. Zusätzlich zur Nutztierhaltung in den Schuppen ermöglichten die großen Gärten den Familien auch den Anbau von Lebensmitteln zur Selbst- versorgung.  Alle Gebäude sind in ihrer Bausubstanz weitgehend erhalten geblieben. Türen und Fenster wurden erneuert, die im rückwärtigen Teil ursprünglich vorhandenen Ställe abgebrochen. Da die Häuser anfangs keine Bäder besaßen, wurden diese nach dem Zweiten Weltkrieg in schmalen Verbindungsbauten zwischen den Gebäuden errichtet. Straßenbild und Architektur der Häuser wurden dadurch aber nicht beeinträchtigt. Der schlichte Charakter der Arbeitersiedlung konnte bewahrt werden. Die nahe gelegene Uhlandschule, damals Moltkeschule, wurde als erste Schule speziell für zugezogene Bergarbeiterkinder gebaut.  Die Siedlung dokumentiert eindrucksvoll den frühen Bergarbeiterwohnungsbau. Außerdem ist sie ein Beleg für die wirtschaftliche und städtebauliche Entwicklung Gladbecks und insbesondere von Butendorf. Sie steht daher seit 1987 unter Denkmalschutz. 

Jovyplatz mit Finanzamt, Polizeiamt und Beamtenwohnhäuser

23.11.2021

In den 1920er Jahren verstärkt die Stadtverwaltung unter der Leitung des Oberbürgermeisters Dr. Michael Jovy ihre Bemühungen, ein urbanes Stadtbild zu entwickeln. Sinnbildlich hierfür steht die Anlage des Jovyplatzes an der Schützenstraße. 1913 wird das „Kaiser-Wilhelm-Bad“, später Hallenbad der Stadt Gladbeck, eröffnet. Eine große Attraktion! Bis 1964 lernen hier fast alle Gladbecker Kinder das Schwimmen. Heute steht an dieser Stelle die Sporthalle des Riesener-Gymnasiums.  Im Januar 1917 wird das stattliche Gebäude des Amtsgerichts mit dem großen Adler über dem Hauptportal bezogen.  1923 wird das neue Finanzamt (heute „kreativAmt“) als Teil des historisch bedeutsamen Gebäudeensembles am Jovyplatz fertig gestellt.  Daneben, weiter westlich, stehen das 1925 fertiggestellte Polizeiamt und weiter hinten die Wittringer Schule (vormals Aloysiusschule), Eröffnung 1927. An diesen Gebäuden endet damals die Bebauung und freie Felder prägen dahinter das städtebauliche Bild.  Die südlich des Polizeiamtes zwischen 1920 bis 1924 errichteten Wohnhäuser sollen die Wohnungs- not nach dem Ersten Weltkrieg lindern und runden den repräsentativen Platz ab. Hier wohnte u. a. der SPD-Abgeordnete des Preußischen Landtags, Mathias Jakobs, der 1933 von den Nazis verhaftet wurde und am 5. Mai 1935 an den Folgen seiner Verhaftung und den anschließen- den Folterungen im KZ Bourtanger Moor in Ostfriesland starb. Nach ihm ist in Gladbeck die „Mathias–Jakobs-Stadthalle“ benannt.  Der repräsentative Platz mit der parkähnlichen Anlage in der Mitte und den Wohnhäusern am Rand gilt, als er in den 1920er Jahren angelegt wird, als Beispiel für die urbane Dynamik der jungen Stadt Gladbeck, als Vorzeigeprojekt moderner städtebaulicher Entwicklung.  Alle Gebäude in diesem Ensemble (außer dem Riesener-Gymnasium) sind mittlerweile unter Denkmalschutz gestellt. 

Amtsgericht

23.11.2021

Schaut man von der Friedrichstraße auf den historischen Altbau des Amtsgerichts, so erscheint das Gebäude aus einer anderen Zeit „gefallen“. In der Tat wurde der stattliche, dreigeschossige Bau 1915 und 1916 errichtet, in den späten Jahren des Wilhelminischen Kaiserreichs. Das Gerichtsgebäude im Stil des Neoklassizismus traf den Geschmack der Zeit und war der Stolz Gladbecks. Besonders der aus einem 65 Zentner schweren Tuffsteinblock gehauene Adler über dem Hauptportal beeindruckte die Zeitgenossen.  Zu den Anfängen: 1913 wurde das „Königlich Preußische Amtsgericht Gladbeck“ errichtet. Zunächst waren die Diensträume eher bescheiden im Amtshaus (heute Altes Rat- haus) untergebracht. Allerdings hatte sich die Gemeinde Gladbeck verpflichtet, ein eigenes Gerichtsgebäude mit Gefängnis und Dienstwohnungen zu bauen, das dann im Januar 1917 bezogen wurde.  Der massive Bau überstand den Zweiten Weltkrieg, lediglich der Flügel zur Schützenstraße wurde beschädigt. Nach Umbau und Renovierung erhielt das Gebäude 1974 ein neues Portal. 1978 wurde der bereits seit Jahren leerstehende Gefängnisbau abgerissen. Das Gefängnis hatte seine Bedeutung verloren, weil dort seit 1970 keine Haftstrafen mehr verbüßt wurden.  Wegen akuten Platzmangels wurde 2006 und 2007 ein schlichter funktionaler Erweiterungsbau errichtet. Dabei verlegte man den Eingang des Gerichts zur Schützenstraße. Der Altbau wurde 2008 modernisiert. Seitdem ist das gesamte Gebäude barrierefrei.  Das heutige Gericht hat ca. 60 Mitarbeiter/-innen und verfügt über vier Sitzungssäle, die alle im Altbau liegen. Das Amtsgericht Gladbeck gehört zum Bezirk des Landgerichts Essen, dieses wiederum zum Bezirk des Oberlandesgerichts Hamm.  Das Amtsgericht liegt in unmittelbarer Nähe zur Jovy Villa (heute Haus der VHS) sowie zum Jovyplatz mit dem früheren Finanzamt (heute „kreativAmt“), dem Polizeigebäude und den „Beamtenwohnhäusern“. Der Altbau des Amtsgerichts sowie alle weiteren genannten historischen Gebäude stehen heute unter Denkmalschutz. 

Jovy Villa

23.11.2021

Die Volkshochschule in der Villa Jovy, die benachbarte Mathias- Jakobs-Stadthalle verbunden mit der Stadtbücherei sowie die Neue Galerie im Rathauspark bilden zusammen das kulturelle Zentrum Gladbecks.  Benannt ist die Villa nach seinem ersten Bewohner, Oberbürgermeister Dr. Michael Jovy. 1929 bezog er mit seiner Familie diese stilvolle neue Dienstvilla an der Friedrichstraße in der Nähe des Amtsgerichts. Die Zeitgenossen waren von dem dreigeschossigen Ziegelbau beeindruckt, gerade auch von der vornehmen Gartenanlage, die jedoch nicht mehr erhalten ist. Das aufstrebende Gladbeck, das erst 1919 die Stadtrechte erhalten hatte, zeigte während der Amtszeit von Dr. Jovy viel urbanes Selbstbewusstsein. In den späteren 1920er Jahren, einer kurzen „Blütezeit“ Gladbecks, entstanden auch weitere repräsentative Bauten wie „Haus Wittringen“ mit dem neuen Restaurantgebäude, das Stadion „Vestische Kampfbahn“, das Freibad oder das ehemalige Postamt. Alle diese Gebäude stehen heute unter Denkmalschutz.  Nach dem frühen Tod von Dr. Jovy (30. Dezember 1931) hatte die Villa eine wechselvolle Geschichte. Sein Nachfolger, NS-Oberbürgermeister Dr. Bernhard Hackenberg, wohnte in dem Haus bis zu seiner Flucht im März 1945, kurz vor dem Einmarsch der alliierten Truppen. Nach dem Ende der Nazi-Herrschaft war hier die britische Militärverwaltung mit ihrer Kommandantur untergebracht. Anschließend beherbergte das Haus bis 1980 das Gladbecker Gesundheitsamt. Nach einer Restaurierung ist das Gebäude seit 1983 das Haus der Volkshochschule. Außerdem befindet sich im Dachgeschoss das städtische Kulturbüro.  Auf der Rasenfläche vor der Villa sind zwei Skulpturen des Gladbecker Künstlers Wilhelm Zimolong (1922 – 1979) aufgestellt, der auch als beliebter Kursleiter der VHS tätig war. Im Treppenhaus des Gebäudes ist außerdem eine Dauerausstellung mit seinen Werken zu sehen. Beeindruckend sind seine Kohlezeichnungen der vom Krieg zerstörten Trümmerstadt Gladbeck 1945 oder seine Serie mit markanten Bergarbeiter-Porträts. 

Alte Bücherei und Neue Galerie

23.11.2021

Am 24. Februar 1954 wird die Stadtbücherei im Rathauspark feierlich eröffnet. Sie ist auf den Grundmauern der alten Turnhalle des Lyzeums errichtet. Heute befindet sich dort die Gastronomie „Mundart“. 1963 wird ein Anbau errichtet, in dem die Kinderbücherei untergebracht ist, heute die „Neue Galerie Gladbeck“.  1983 wird die neue moderne Stadtbücherei an der Friedrich-Ebert- Straße als Teil des Kulturzentrums gebaut. Sie umfasst eine Kinderbücherei, einen Lesesaal und im Untergeschoss einen Kinosaal, der bis heute vom „Kommunalen Kino“ der VHS genutzt wird.  Nach dem Auszug aus der alten Bücherei werden die Kinderbücherei und der ehemalige Lesesaal jahrelang als Kunstgalerie mit wechselnden Ausstellungen von zum Teil überregionaler Bedeutung genutzt. Seit dem Jahr 2000 wird über eine Erweiterung des Galeriebetriebs in Kombination mit einer Gastronomie diskutiert. Doch von Seiten der Stadt Gladbeck, damals noch Betreiber der Galerie, wird signalisiert, dass die finanziellen Mittel für die Aufrechterhaltung des Kulturbetriebes nicht mehr ausreichen. Aus diesem Grund wird im November 2003 der Förderverein „Freunde der städtischen Galerie Gladbeck e. V.“ mit dem Vorsitzenden Gerd Weggel gegründet.  Es wird beschlossen, den An- und Umbau mit eigenen Mitteln zu finanzieren. Neben Zuschüssen des Landes NRW und der Stadt Gladbeck steuert der Förderverein hierzu insgesamt 190.000,- € bei. Gelungen ist dies u. a. durch eine Versteigerung im November 2005 von mehr als 60 Kunstwerken, die über 50 Künstler hierfür kostenlos zur Verfügung gestellt haben.  Am 13. November 2009 öffnet die „Neue Galerie Gladbeck“ ihre Pforten und fast 350 Gäste kommen zur ersten Vernissage.  Ausstellende Künstlerinnen und Künstler sind bisher unter anderem: Eberhard Havekost, Cornelia Schleime, Albert Oehlen, Stella Hamberg, David Schnell, SEO, André Butzer, Pia Fries, Cornelius Völker, Tatjana Doll, Marcel van Eeden, Desirée Dolron, Thomas Scheibitz, Madeleine Boschan, Andy Hope 1930, Andrea Lehmann, Erwin Olaf, Angelika J. Trojnarski, Ruprecht von Kaufmann. 

Rathauspark

23.11.2021

Im Rathauspark haben viele Kunst- werke rund um das Hallenbad und an der Galerie ihren Platz gefunden. Hier einige Beispiele:  Anatols Malocher-Stein Die Landeskulturwoche 1985 in Gladbeck hat ihn in die Stadt gebracht, ein Dolomit-Bruchstück aus den Anröchter Steinbrüchen. Eine vier Meter hohe grüne Säule mit vier 1 1⁄2 Meter breiten Seiten, gefertigt von Anatol Herzfeld, ein Düsseldorfer Bildhauer und Schüler von Joseph Beuys.  2010-Füßler, eine Idee von Karoline Dumpe, entstand zum Kulturhauptstadtjahr. An die Ösen der vielen Elemente hängten viele Gladbecker fantasievoll gestaltete Füße. Die Eröffnung im September 2010 fand viel Anklang. Leider sind durch Witterungseinflüsse fast alle Füße verloren gegangen. Im Zuge der Umgestaltung des Rathausparks wurde der 2010-Füßler verkleinert und erhielt südlich des Hallenbades einen neuen Platz.  Steinzeitsteine sind unweit des Rathauses zu finden. Die Bildhauer und Grafiker Claus Harnischmacher, Alfons Kunen und Alois Maruscheck gestalteten sie 1982 unter Mitwirkung Gladbecker Bürger in einem Workshop. Die vier Skulpturen tragen gemalte, geritzte und gravierte Zeichen, Ornamente und reliefartige Symbole. Sie wollen Energie, Geist, Intelligenz, Kraft, Lebenswille und Stolz allegorisch andeuten und sollen beweisen, dass der Fortschritt menschlicher Kultur eine Art Emporentwicklung und die vorzeitliche Kunst ein ebenso gewichtiger und ästhetischer Ausdruck geistiger Tätigkeit ist, wie die Werke der Gegenwart.  Die Stadtgeschichtssäule (Kappensäule) bei der Neuen Galerie ist ein aufgeschlagenes Geschichtsbuch. Es ist zudem eines der bedeutsamsten Werke des Gladbecker Bildhauers Gottfried Kappen und ebenso wohl auch eines der bedeutendsten Kunstwerke der Stadt. 1969, zum Jubiläum 50 Jahre Stadt, schenkte der Verkehrsverein diese Bildsäule aus Polyester den Bürgern. Von den Wildpferden an der Gladebeke, über bronzezeitliche Urnenfunde in Ellinghorst, von frühesten Besiedlungen, erzählt die Säule. Auch über die Christianisierung und die alte Zwiebelturm-Dorfkirche, über Haus Wittringen im Schlote aus der Bergbauzeit und von der Trümmerstadt am Ende des Zweiten Weltkriegs. Mit Hochhauszeilen in der Höhe der Säule hinterfragt der Künstler kritisch die Zukunft seiner Heimatstadt. 

Rex Kino

23.11.2021

Das REX-Kino und die REX- Klause gehörten viele Jahrzehnte zum Stadtbild von Gladbeck. Selbst heute ist vor allem das REX- Kino vielen Menschen zwischen 30 und 90 Jahren ein Begriff und wird direkt mit viel Nostalgie verbunden. Mit dem Brand endete eine Zeit, an die sich viele Gladbecker:innen gerne zurückerinnern. Die REX-Klause war ohne das angeschlossene Kino nur noch ein Schatten seiner selbst und wurde somit auch ein Teil der Geschichte.  Mit der Renovierung des REX-Kinos und der angeschlossenen Gastronomie als Kultur- und Begegnungsstätte verfolgt der Träger- und Förderverein REX-Kino Gladbeck das Ziel, dieses Stück Geschichte im Herzen der Stadt wieder zum Leben zu erwecken. Es soll als Ort der Kultur und Zusammenkunft dienen, welcher sicherlich auch die Möglichkeiten bieten wird, passendes Filmmaterial in passender Umgebung und im kleineren Format zu erleben.  Sosollimersten Schritt das Foyer wieder im alten, aber modernen Glanz zum Leben erweckt werden. Die zeitbedingten Schäden und die Brandschäden (1999) sind beherrschbar und ermöglichen eine kostenschonende Renovierung in Eigenregie. Mit diesem ersten Abschnitt wäre die Grundlage für kulturelle Veranstaltungen in einer historischen Lokation gelegt. Parallel wird der angeschlossene Bereich der Gastronomie, die alte REX-Klause, in privaten Anstrengungen modernisiert und dient als Basis für die Bewirtschaftung von Veranstaltungen. Sie wird auch abseits der kulturellen Events interessierten Bürger*innen offen stehen. 

St. Barbara-Hospital

23.11.2021

Am 24. März 1894 eröffnete das St. Barbara-Hospital mit anfangs 10 Betten. Es ist der Heiligen Barbara geweiht, der Schutzpatronin der Bergleute. Ursprünglich sollte das Hospital den Namen „Katholisches Krankenhaus zum göttlichen Herzen Jesu“ tragen. Dass es später den Namen der Heiligen Barbara – Schutzpatronin der Bergleute – erhielt, lag bei einer Bergbaustadt wie Gladbeck nahe. Die Bewohner, die das schwarze Gold aus der Erde holten, benötigten ein Krankenhaus. Schließlich waren Unfälle und Krankheiten an der Tagesordnung.  Die Initiative zur Gründung des Krankenhauses ging von der katholischen Kirchengemeinde aus. Der damalige Pfarrer Franz Nonn hat seinen Plan, ein Krankenhaus für Gladbeck zu eröffnen, gegen zahlreiche Wider- stände durchgesetzt. „Das Bedürfnis eines Krankenhauses in hiesiger Gemeinde ist geradezu ein schreiendes. Die Gemeinde zählt zirka 6.000 Seelen, die Belegschaft der Zeche Graf Moltke beträgt um 1.000 Mann“, so formulierte er sein Ansinnen.  Im St. Barbara-Hospital wurden alle Kranken ohne Ansehen der Religion behandelt. Dies war in den „Statuten des Krankenhauses zu Gladbeck“ festgelegt und vom damals zuständigen Bischof in Münster genehmigt.  Dem Nachfolger von Franz Nonn als Kaplan an der Pfarrei St. Lamberti, Johannes van Acken, lag die Arbeiterseelsorge besonders am Herzen und er engagierte sich früh für das St. Barbara-Hospital. So gab es in den Folgejahren Erweiterungsbauten, für deren Errichtung er den Baumeister Otto Müller-Jena gewinnen konnte, der auch das neue Amtshaus und die Heilig-Kreuz-Kirche in Gladbeck errichtete.  Das St. Barbara-Hospital wurde 1909 zu einer 300-Betten-Klinik mit einer großen Krankenhauskapelle ausgebaut. Damals kam auch der „kleine Fritz“, eine Bronzestatuette des Klever Bildhauers Gerd Brüx, in das Krankenhaus.  Für die Versorgung des Kranken- hauses mit Fleisch, Milch, Eiern und Gemüse sorgte auf Betreiben van Ackens ab 1917 der in Zweckel erworbene Hof „Klein-Brabeck“.  Mit seinen acht Fachabteilungen setzt das Haus auch in der Gegenwart einen starken Akzent für die medizinische Versorgungssituation in Gladbeck und Umgebung. 

Christuskirche

23.11.2021

Die 1911 eingeweihte Christuskirche an der Humboldtstraße ist die Hauptkirche der evangelischen Christen in Gladbeck. Gegründet wurde die Kirchengemeinde 1893, als durch den Bergbau immer mehr evangelische Gläubige nach Gladbeck kamen. Der Vorgängerbau zur Christuskirche war ein kleines Bet- haus in schlichter Holzbauweise an der Bottroper Straße in der Nähe des heutigen Alten Rathauses.  Anfang des 20. Jahrhunderts zeigte die neu errichtete Christuskirche mit ihrem 62 m hohen Turm und den damals 1.200 Plätzen das erstarkte Selbstbewusstsein der Evangelischen Kirchengemeinde in dem bis dahin katholisch geprägten Gladbeck.  Im Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche durch Bombentreffer stark beschädigt. Das wiederaufgebaute und umgestaltete Gebäude wurde 1950 fertiggestellt.  Aufgrund rückläufiger Mitgliederzahlen hat die seit 2008 bestehende „Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde“ entschieden, die Christuskirche umzubauen und zum zentralen evangelischen Standort in Gladbeck zu machen. Das Kirchengebäude soll nicht mehr nur reines Gotteshaus sein, sondern ausreichend Raum für alle Aktivitäten der Gemeinde bieten und sich den wandelnden Bedürfnissen anpassen. Nach einem Architektenwettbewerb wurde die Christuskirche im Inneren vollständig umgebaut. In einem Raum-in-Raum-Konzept ist in der Mitte ein Kubus mit einer Haubenkonstruktion darüber errichtet, ergänzt durch verglaste Seitenschiffe mit Gruppenräumen und mit einer umlaufenden Galerie im Obergeschoss. Die vergrößerten, bodentiefen Fenster lassen viel Licht ins Innere, dazu gibt es einen neuen Anstrich der Fassade. Am 1. Advent 2021, also 110 Jahre nach der früheren Kirchenweihe, wurde die „neue“ Christuskirche feierlich wiedereröffnet.  Im Prozess der Neuorientierung wurde 2018 das benachbarte Dietrich-Bonhoeffer-Haus aufgegeben, das seit 1964 als Gemeindezentrum diente. Ersetzt ist es durch ein neues Haus mit einem evangelischen Kindergarten.  Die Christuskirche bietet heute eine gelungene Verbindung von Sakral- bau und Gemeindezentrum unter einem Dach. Hier ist Platz für Gottesdienste, Gruppentreffen und ein Gemeindecafé. Flexible Raumkonzepte ermöglichen eine multifunktionale Nutzung. 

Ehemaliges Postamt

23.11.2021

Seit 2002 ist in dem historischen Postgebäude eine Gastronomie untergebracht, zuerst ein Brauhaus und seit 2012 das beliebte Gasthaus-Hotel „Alte Post“. Heutige Eigentümerin des Gebäudes ist die städtische Gladbecker Wohnungsbaugesellschaft (GWG).  Errichtet wurde das Gebäude ab 1926 als damaliges Postamt. Bei der Eröffnung 1928 zählte die junge Stadt Gladbeck ca. 60.000 Einwohner. Auch heute noch lässt sich leicht nachvollziehen, z. B. an dem Satteldach mit den Treppengiebeln und an der schönen roten Backsteinfassade, dass es für die Deutsche Reichspost offenbar ein repräsentatives, stolzes Gebäude sein sollte. Der hoch aufragende Nordgiebel des dreigeschossigen Klinkerbaus hat ein Rundbogenportal mit stilisiertem Reichsadler und dem Schriftzug „Postamt“.  Die Anfänge der Post in Gladbeck gehen zurück auf das Jahr 1865, als Gladbeck mit seinen damals 2.750 Einwohnern eine eigene „Postexpedition“ erhält, die erste feste Anlaufstelle für die Brief- und Paketbeförderung. 1904, als Gladbeck schon gut 20.000 Einwohner hatte, wird das „Kaiserliche Postamt“ an der Friedrichstraße errichtet, das nach dem Auszug der Post 1928 von der Stadtsparkasse übernommen wird. Heute heißt das Gebäude „Fritz- Lange-Haus“, in dem die Seniorenberatung und Unterrichtsräume der VHS untergebracht sind.  DerPlatzfürdasehemaligePostamt war seinerzeit bewusst gewählt, ebenso wie der Bau der großzügig angelegten Postallee. Auf diese Weise wollte man die neue Stadtmitte Gladbecks stärken, die um das 1910 eröffnete Rathaus, die 1911 eingeweihte evangelische Christuskirche und das seit 1894 bestehende St. Barbara-Hospital entstanden war.  Die Deutsche Post nutzte das Gebäude lange Jahre bis 1999, als das Postamt am Nikolaustag geschlossen wurde. Gleichzeitig eröffnete eine neue, deutlich kleinere Postfiliale in direkter Nachbarschaft an der Barbarastraße 15.  Das Gebäude des ehemaligen Postamts steht seit 2004 unter Denkmalschutz. 

Altes Rathaus

23.11.2021

Kein Zweifel, das Alte Rathaus ist heute das Wahrzeichen der Stadt. Das als Amtshaus 1910 fertiggestellte Gebäude zeigt das Selbstbewusstsein des aufstrebenden Gladbecks nach der Jahrhundertwende, aber auch das Repräsentationsbedürfnis der Verwaltung zum Ende des Kaiserreichs. Nach der Verleihung der Stadtrechte 1919 wurde aus dem Amtshaus das Rathaus der Stadt Gladbeck. Entworfen hat das Gebäude der Kölner Architekt Otto Müller-Jena, der auch die Heilig-Kreuz-Kirche in Butendorf und Teile des St. Barbara-Hospitals plante. 48 Meter ragt der Turm mit den zwei Turmuhren in die Höhe. Im Turm hängen zwei Glocken, die alle 15 Minuten ertönen. Geschmückt ist der Turm durch das Relief eines Turmwächters mit Horn und Laterne. Damit wird daran erinnert, dass im Mittelalter die Städte von einem Türmer in der Turmstube bewacht wurden. Ab 1923 wurde das Rathaus auf vier Flügel erweitert, die um einen Innenhof gebaut sind. Der Ratssaal liegt im zweiten Stock. Eindrucksvoll sind hier die bleiverglasten Fenster, die von dem Essener Glasmaler Wilhelm de Graaff 1954 nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs geschaffen wurden. Sie zeigen für Gladbeck typische Berufsstände wie Bauer, Bergmann oder Maurer sowie markante Gebäude aus dem Stadtbild. 1974 wurde das Rathaus durch zwei würfelförmige Bürotürme ergänzt. Wegen der Verseuchung durch das Umweltgift PCB wurden sie bereits 2005 wieder abgerissen und machten dem heutigen Neuen Rathaus Platz. Dieser sechsgeschossige Neubau besteht aus einer Gruppe von roten Backsteingebäuden um zwei Innenhöfe. Das Neue Rathaus ist durch einen Verbindungstrakt an das Alte Rathaus angeschlossen. Rechts vom Rathaus steht auf dem Willy-Brandt-Platz der große „Riesener-Brunnen“. Er erinnert an Johann Heinrich Riesener (1734 – 1806), den aus Gladbeck stammenden berühmten Möbelkünstler am französischen Hof von Ludwig Ludwig XVI.. Der Brunnen wurde 1976 vom Verkehrsverein gestiftet aus Freude über die wiedererlangte Selbstständigkeit Gladbecks nach der „Glabotki“-Zeit.

St. Lambertikirche

23.11.2021

Auf den Spuren der dörflichen Vergangenheit Gladbecks finden wir um die heutige katholische Propsteikirche St. Lamberti den alten Siedlungskern. Geweiht ist die Kirche dem Heiligen Lambertus, dem Schutzpatron der Händler. Auf dem Gladbeck-Relief links vor der Kirche ist das Dorf an der Gladebecke mit seinen 2.300 Einwohnern um das Jahr 1820 dargestellt. Den Mittelpunkt bildete die Lambertikirche, deren Anfänge bis in das 9. Jahrhundert zurückreichen. Um die Kirche standen die Fachwerkhäuser der Bauern, Kötter, Handwerker und Krämer. Die Felder begannen gleich hinter dem Dorf. Markiert ist auch der Standort der ehemaligen kleinen Quastenburg gegenüber der Kirche. Die im Relief dargestellte Dorfkirche mit Zwiebelturm musste 1896 dem jetzigen Kirchenbau weichen, weil seit den 1870er Jahren wegen des Bergbaus immer mehr Menschen zuwanderten. Die Pfarrei hatte damals schon über 9.000 Mitglieder. Zum Kirchspiel Gladbeck gehörten auch die Bauerschaften Butendorf, Brauck, Ellinghorst, Rentfort und Zweckel. Das heutige Kirchengebäude wur- de vom späteren Kölner Dombau- meister Bernhard Hertel geplant. Ausgeführt wurden die Arbeiten von dem Gladbecker Bauunter- nehmen Carl Braunsteiner. Nach 30 Monaten Bauzeit wurde die Kirche am 26. Oktober 1899 durch den Bischof von Münster geweiht. Der mächtige rote Ziegelbau ist eine dreischiffige Hallenkirche im neugotischen Stil. Besonders markant der 86 Meter hohe Kirchturm, der weithin sichtbar auch die Fördertürme der Zechen überragte. Als höchstes Gebäude Gladbecks prägt er bis heute das Stadtbild. Sehenswert im Innenraum sind die Kreuzweg-Stationen, der Tabernakel-Tresor, der Taufstein, die Pietà, das Altarkreuz, die künstlerisch gestalteten Bleiglasfenster und die große Orgel der Bonner Firma Klais. Die Attraktion bildet das kostbare Altarretabel von 1516, das aus Eiche gefertigt ist mit Figuren aus Lindenholz und das die Menschwerdung von Jesus zeigt. Der Kirchturm hat fünf Glocken, die größte davon ist die Lambertus-Glocke mit gut drei Tonnen Gewicht.

Marktplatz

23.11.2021

Seit 1403 gibt es in Gladbeck das Recht, einmal im Jahr zum Patronatstag des heiligen Lambertus am 18. September einen Markt abzuhalten. Eine Markturkunde des Erzbischos erlaubte einen drei Tage dauernden Krammarkt rund um die St. Lambertikirche zur Deckung des lokalen Bedarfs. Gladbecker Bürger verkauften dort auch selbst gebackenen Apfelkuchen (= Appeltaten). Der Markt entwickelte sich später zum Stadtfest, das alljährlich am ersten September-Wochenende gefeiert wird, das heutige „Appeltatenfest“.  Mit zunehmender Einwohnerzahl wurde der Markt um die St. Lambertikirche zu klein. Als man 1896 ein preiswertes Gelände für einen Marktplatz suchte, fand man ein günstiges Grundstück südlich außerhalb des damaligen Dorfes. Dort ist auch heute noch der Marktplatz.  Das öffentliche Leben stand im Zeichen der Freude über den überstandenen 1. Weltkrieg und das Ende der Hungerjahre der Nachkriegszeit und dem letzten „Steckrüben Winter“. Der Marktplatz wurde zum Zentrum großer Feiern und Parteikundgebungen. Während der Nazi-Zeit fanden auf dem Platz Aufmärsche und große Kundgebungen statt.  Nach 1945 wurde der Platz wieder für demokratische, freiheitliche Veranstaltungen genutzt. Am 1. Mai marschierten die Bergleute in einem Sternmarsch von den Zechen mit Marschmusik zum Marktplatz, um die Reden der IG Bergbau-Funktionäre und ihre Forderungen anzuhören und den Maitänzen der Jugendgruppen zuzuschauen. Zum Erntedank versammelten sich die Bürger ebenfalls: Sie wussten, wie wichtig eine ertragreiche Ernte für sie war. 1980 wurde die Südbebauung des Marktplatzes für den Ausbau der Wilhelmstraße abgerissen. 1989 wurde auf dem Platz eine Markthalle erichtet. Diese wurde von den Gladbeckern nicht angenommen und 2004 wegen Leerstands wieder abgerissen. Der Marktplatz wurde wieder neu gestaltet. Dort trifft man sich auch heute nach über 600 Jahren nicht nur zum Einkaufen…  

Ida und Max Kaufmann-Haus

23.11.2021

Das jüdische Paar Ida und Max Kaufmann kam ursprünglich aus Galizien (damals Österreich- Ungarn, heute Westukraine) nach Deutschland. Von Hamborn zogen sie 1914 nach Gladbeck. 1924 kaufte Max das Haus Horster Straße 54 (früher Kaiserstraße), vormals eine Apotheke. Er zog mit seiner Frau und seinen acht Kindern dort ein und eröffnete ein Geschäft für Manufaktur-, Kurz- und Wollwaren.  Mitte der 1920er Jahre mietete die jüdische Gemeinde im Erdgeschoss des Hauses einen Raum und richtete ihn als Betsaal mit zwei Thorarollen ein. Zur jüdischen Gemeinde in Gladbeck zählten damals ca. 250 Menschen. Später wurden in einem weiteren Raum Kinder in jüdischer Religion unterrichtet. So war das Haus der zentrale Anlaufpunkt der jüdischen Bevölkerung in der Stadt. 1933 wurde Max Kauf-mann zum Repräsentanten der Gemeinde gewählt.  Nach der Machtübernahme der Nazis nahm die Hetze gegen die jüdische Bevölkerung zu und ihre Geschäfte wurden boykottiert. Während des Pogroms am 9./10. November 1938 wurden das Geschäft und die Wohnungen geplündert und zerstört, die Bewohner in „Schutzhaft“ genommen. Danach eröffnete dort die NSDAP-Ortsgruppe Gladbeck-Mitte ihre Geschäftsstelle und richtete einen Luftschutz- und Schulungsraum ein.  Max und Ida gelang die Flucht nach Amsterdam, wo sie im jüdischen Viertel wohnten. Hier starb Max 1942 an einem Herzinfarkt. Ida wurde 1943 verhaftet und über das Lager Westerbork in das Ghetto Theresienstadt im heutigen Tschechien deportiert, wo sich ihre Spur verläuft. 1945 wurde sie für tot erklärt.  Nach dem Zweiten Weltkrieg eröffnete in dem Haus der jüdische Kaufmann Isidor Kahn ein Konfektionsgeschäft für Herren. Er hatte in verschiedenen Verstecken innerhalb und außerhalb von Gladbeck die NS-Zeit überlebt. Heute ist das Gebäude im Besitz der Arbeiterwohlfahrt und beherbergt eine Beratungsstelle sowie betreutes Wohnen für Menschen mit psychischen Erkrankungen und mit Suchterkrankungen.  Zur mahnenden Erinnerung trägt das Haus Horster Straße 54 seit dem 9. November 2018 den Namen „Ida und Max Kaufmann-Haus“.   

Kaufhaus Gebrüder Daniel

23.11.2021

Das Geschäftshaus eröffnete Sally Daniel zunächst im Parterre und im ersten Stock des angemieteten Hauses Kaiserstr. 31 (heute Horster Straße). 1928 wurde das Geschäft erweitert. Anfang der 1930er Jahre beschäftigte Daniel 65-70 Angestellte, seine Frau war ebenfalls in der Geschäftsführung tätig.  Der Kaufmann war in der Gladbecker Gesellschaft sehr angesehen. In mehreren Vereinen war er aktiv tätig, u.a. im Vorstand der Vereinigten Kaufmannschaft, die er mitbegründet hatte, und im Verkehrsverein. Auch auf der Mitgliederliste der Gesellschaft „Plattdütscher Zoologen“ ist sein Name 1932 zu finden. Im Vorstand der Jüdischen Gemeinde wirkte er ebenfalls mit.  Mit der Machtübernahme Hitlers nahm auch in Gladbeck die Hetze gegen die jüdische Bevölkerung zu.  Systematisch wurden die jüdischen Geschäfte wie Daniels Kaufhaus boykottiert, die Kunden wurden bedroht und fotografiert, um sie so von ihren Einkäufen bei jüdischen Kaufleuten abzuhalten. Anfang 1936 sah Daniel sich gezwungen, sein Geschäft aufzugeben. Er vermietete die Geschäftsräume an die Firma Strack & Co. GmbH; die Einrichtung und das Warenlager musste er unter Wert an sie verkaufen.  Sally Daniel zog im März 1936 mit seiner Familie nach Köln-Sülz. Im August 1939 gelang ihnen zunächst die Flucht nach England, bevor sie nach Israel auswanderten. Sally Daniel verstarb am 21. Mai 1955 in Israel.  1952 stellte das Kaufhaus Strack & Co. seinen Betrieb ein. Neuer Inhaber wurde Alexander Schönhoff, der das Haus 1966 mit einem Durchbruch zur Horster Straße 27 erweiternkonnte. Bereits ein Jahr später erfolgte die Verkleidung der oberen Fassade mit Aluminium, wofür die Balkone und Erker entfernt wurden. 1977 zog der Textilhandel Peek & Cloppenburg ein und führte die Filiale bis 2007. Das danach meist leer stehende Gebäude wurde 2015 abgebrochen. Bis 2017 wurde der Neubau eines Wohn- und Geschäfts- hauses durch die Jockenhöfer und Babiel GmbH errichtet. 

Moltkebahn / Festplatz

23.11.2021

Bis zur Gründung des Deutschen Reichs war die Gegend um Gladbeck verkehrstechnisch kaum erschlossen. Für die Anlage einer Zeche fehlte eine nahe Bahnstrecke. Die geförderte Gastlamm-Kohle transportierte der Gelsenkirchener Unternehmer Bischoff mit Pferdefuhrwerken im Akkord ca. 10km weit zum Bahnhof Essen Karnap. Die Kohlen-Förderung stieg sprunghaft an, als 1879 der Eisenbahnanschluss zur Station Horst-Emscher-Nord fertiggestellt wurde. Im September 1880 ging das zweite Anschlussgleis vom Bahnhof Gladbeck Ost zur Zeche Graf Moltke I / II in Betrieb. Die Gleise überquerten die damalige Kaiserstraße, heute Horster Straße. Jetzt hieß die Gleisquerung „Moltkebahn“. Ab 1890 folgte der Bau eines zweiten Überholgleises sowie die Anbindung der Zechengleise an die nördliche Ausfahrt. 1882 ging der Anschluss zum Dampfsägewerk Küster in Betrieb. Auch wurde auf Betreiben der Zeche Graf Moltke ein zusätzlicher Frühzug eingesetzt, der regelmäßig bis zu 140 Bergleute aus Dorsten, Rhade und Borken rechtzeitig zur Schicht nach Gladbeck brachte. Als die Zeche Graf Moltke schloss, lag das Zechengelände brach, bis auf einer Teilfläche des alten Zechengeländes auf der Grundlage des Bebauungsplanes von 1982 ein Jahr später der Festplatz gebaut wurde. Insgesamt ist die Fläche, die die Stadt seinerzeit für das Vorhaben übernahm, 20.000 qm groß. Der Festplatz, gelegen an der Berg- mannstraße zwischen der alten Moltkehalde und der Horster Stra- ße, hat eine Größe von 3.700 qm. Der davor gelagerte Parkplatz am einstigen Moltke-Eingang ist 3.200 qm groß. Genutzt wird der Platz heute für Veranstaltungen.

Steinkohlebergwerk „Graf Moltke I/II“

23.11.2021

Am 3. Oktober 1873 begannen die Abteufarbeiten für den ersten Schacht der Zeche, die zunächst den Namen „Rieckchen“ nach einem der drei Grubenfelder führte.  In dem damals noch unbedeutenden Bauerndorf Gladbeck, das 2.800 Einwohner zählte, wurde der Beginn der Abteufarbeiten freudig begrüßt. Am Zwiebelturm der alten Dorfkirche wehten Fahnen und Böllerschüsse begleiteten den ersten Spatenstich, den der Glad- becker Bergmann Lindemann gemacht haben soll. Der Schacht, dem die Gewerkschaft inzwischen den Namen „Alter Fritz“ gegeben hatte, erreichte 1876 bei einer Teufe von 314 Metern das Steinkohlegebirge. Am 22. Oktober 1877 wurden die Abteufarbeiten bei einer Teufe von 458 Metern eingestellt. Die erste Abbausohle wurde bei 447 Metern Teufe angesetzt.  Schon während des Abteufens wurden die Tagesanlagen hergestellt, Ein Kesselhaus mit sechs Dampfkes- seln und eine Zwillingsdampf-Fördermaschine wurden gebaut. Über dem Schacht wurde ein Malakoffturm aus Ziegelsteinen gebaut.  Am 14. Juni 1879 gab der preußische Feldmarschall Graf Moltke sein Einverständnis dazu, die Gladbecker Schachtanlage mit seinem Namen zu benennen.  Im Jahr 1900 entstand nur wenige Hundert Meter südwestlich der Schachtanlage I / II die Zeche „Graf Moltke III / IV.“ Beide Bergwerke zusammen genommen bildeten das „Herzstück der Industrialisierung“ in Gladbeck.  Bereits 1913 beschäftigten beide Schachtanlagen zusammen 4.441 Bergleute, 1931 wurde die Kohleförderung auf der Schachtanlage III / IV zentriert. Hier endete dann auch der Bergbau in Gladbeck.  Am 12. November 1971 wurde der letzte Kohlewagen von der Hängebank geholt.  Aus der ländlichen Streusiedlung um das Kirchdorf Gladbeck herum mit 2.771 Bewohnern (1873) wurde innerhalb weniger Jahrzehnte eine Bergbau- und Industriestadt (Stadtrechte 1919) mit über 60.0000 Einwohnern (1925). Heute leben ca. 78.000 Bürgerinnen und Bürger in Gladbeck. 

Gladbecker „KulturSpaziergang“

23.11.2021

Dank der Corona-Pandemie wurde die Idee zu einem KulturSpaziergang geboren.  Mitten durch Gladbeck führt die Route: Start ist an der Jugendkunstschule, auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Moltke und führt von dort aus über den Festplatz, an der Gaststätte Dietzel, dem Ida und Max Kaufmann-Haus, dem Markt, der Lambertikirche vorbei hin zum Rathaus, der Alten Post, Christus-Kirche, Sankt Barbara Hospital, Rex-Kino, Skulpturenpark Rathaus und am ehemaligen Gefängnis, Finanzamt, Jovyplatz über die Uhlandstraße zurück. Im Folgendem Links zu den jeweiligen Stationen des KulturSpaziergangs: 1 – Steinkohlenbergwerk „Graf Moltke I / II“ 2 – Moltkebahn / Festplatz 3 – Ida und Max Kaufmann-Haus 4 – Marktplatz 5 – Kaufhaus Gebrüder Daniel 6 – St. Lambertikirche 7 – Altes Rathaus 8 – Ehemaliges Postamt 9 – Christuskirche 10 – St. Barbara-Hospital 11 – Rex Kino 12 – Rathauspark 13 – Alte Bücherei und Neue Galerie 14 – Jovy Villa 15 – Amtsgericht 16 – Jovplatz mit Finanzamt, Polizeiamt und Beamtenwohnhäusern 17 – Erste Bergarbeitersiedlung an der Uhlandstraße 18 – Gladbecker Haldenkrankenhaus  

OFFENsichtlich

Kunst- und Designroute „OFFENsichtlich“

03.12.2019

Eine Route quer durch Gladbeck, die die künstlerische Vielfalt der Stadt zeigt. Das Ganze organisiert von Vlipp. Mit dabei waren neben namhaften Locations wie dem MAGAZIN, der Alten Spedition  und der Neuen Galerie Gladbeck auch Ateliers und Werkstätten weiterer Künstler. Immer am 3. Wochenende im September öffnen die Gladbecker Künstler und Designer ihre Werkstätten. Eine gute Gelegenheit, für einen Stadtspaziergang, um kreative Entstehungsorte in der eigenen Stadt zu besuchen und den Machern über die Schultern zu schauen. bis zu 20 Kreative, 10 Locations, 2 Tage = 1 Wochenende für die Gladbecker Kunst- und Designlandschaft. Ob mit dem Rad oder KFZ, viele Gladbecker machen sich am 3. Septemberwochenende auf den Weg die vielen Stationen der Gladbecker Kunst- und Design zu besuchen. Von Ost, der Stadtmitte, Butendorf bis hin zum an Zweckel grenzendem Schultendorf erstreckt sich die Route. Neben den etablierten Locations gaben auch einige  Künstler in ihren privaten Ateliers, Gärten und Werkstätten einen Einblick hinter die Kulissen. Philosophie und Historie der Kunst -und Designroute Gladbeck Die Kunst -und Designroute wird von ihrem Ursprungsgedanken her seit 2006 von den teilnehmenden Künstlern organisiert. Dabei steht nicht die Kommerzialisierung im Vordergrund, sondern der Abbau von Hemmschwellen im Umgang mit zeitgenössischer Kunst, also das direkte Gespräch mit dem Künstler/in, und der Blick in die Örtlichkeit, wo Kunst entsteht. Deshalb hieß die Veranstaltung ursprünglich auch „Offenes Atelier“. Werbung und Abrechnungen wurden in Absprache stets von einem Verein übernommen (seit 2008-2018 Virtuell-Visuell und seit 2019 Vlipp Verein). 2019 wurde beschlossen dieses Konzept der freien Künste, um die Gladbecker Designer zu erweitern, damit das professionelle, kreative Spektrum der Stadt Gladbeck sichtbar wird. Nachdem die Veranstaltung nach Gladbeck und auf das Gladbecker Stadtgebiet begrenzt wurde, ergab sich die Zusammenarbeit mit Vlipp. Wir als Verein halfen neben der Kommunikation mit der Stadt bei der Planung und Organisation der Veranstaltung. Neben dem Gestalten und Produzieren von Flyern, einer Broschüre und dem großen Banner an der B224 unterstützte Vlipp die Künstler bei der Kooperation. Neben weiterer Öffentlichkeitsarbeit wurde dann auch ein gemeinsamer Abend für alle teilnehmenden Künstler organisiert. Dieser „Kick-off“ ermöglichte es den Beteiligten, die an den Tagen der Veranstaltung räumlich getrennt waren, sich an einem geselligen Abend im MAGAZIN Gladbeck genauer kennenzulernen. Diese Philosophie liegt nach wie vor auch der Kunst -und Designroute Gladbeck zugrunde.  Die Teilnehmer zahlen nicht nur ihren Beitrag, sondern verpflichten sich auch aktiv dieses Event zu unterstützen. Seit 2021 wählt eine Jury die Teilnehmer aus, damit der Qualitätsstandard weiter erhalten und verbessert werden kann. Es wurde eine Agenda erarbeitet, um Transparenz in die Abläufe der Organisation zu bringen. Ort: diverse Ateliers, Galerien, und sonstige Ausstellungsorte Zeitraum: zwei Tage (3. Septemberwochenende) grob ein halbes Jahr Vorlaufzeit (2019, 2020, 2021, 2022) Aufgaben: Eventplanung, PR, Kommunikation mit Künstlern, Veranstaltungsorten, Kreation & Produktion diverser Medien Projektkosten: ca. 2.200  – 3.000 €   Teilnahmeinformationen 2022: Vlipp-KunstDesginRoute_Teilnahmebedingungen_2022 Vlipp-KunstDesignRoute_Steckbrief_2022   Presseschau zur Kunst- und Designroute OFFENsichtlich: WAZ vom 07.12.2019: Die Kunstroute in Gladbeck erfährt eine Modernisierung Stadtspiegel vom 23.05.2019: Sparkassen-Stiftung unterstützt „100 Jahre Stadt Gladbeck“ Stadtspiegel vom 13.09.2019: Gladbecker Kunst- und Designerroute feiert Premiere WAZ vom 17.09.2019: Gladbecker Künstler laden am Wochenende in ihre Ateliers WAZ vom 22.09.2019: Gelungene Premiere für die Gladbecker Kunst- und Designroute  

Publikumspreis: 1. Theaterfestival Gladbeck

12.07.2019

Der Publikumspreis selbst ist mit 500 € dotiert, wurde anonym gestiftet und vom Vlipp e. V. – Verein der Kunst-, Kultur- und Kreativwirtschaft in Gladbeck am 5. Juli übergeben. Mit diesem Preis möchte der Verein einerseits künstlerische Leistungen in Gladbeck würdigen, andererseits auch Anreize für weiteres kreatives, künstlerisches und kulturelles Schaffen vermitteln. „Wir sind sehr glücklich über den Preis, gerade weil es für unser neu gegründetes Ensemble „DispoDispo!“ die erste Produktion war. Deswegen auch ein großes Dankeschön an Jens Dornheim, dem Regisseur von glassbooth, ohne dessen Arbeit wir einander nicht kennengelernt hätten. Wir freuen uns, auch in zwei Jahren wieder mit einem Stück anzutreten ‒ dann wollen wir etwas zeigen, das noch deutlicher in eine gesellschaftskritische Richtung geht“, sagt Schauspieler Dominik Hertrich. 500-Euro-Preis für kulturelles Wirken in Gladbeck Der Verein Vlipp zeichnet eines von drei Stücken des 1. Theaterfestivals Gladbeck aus Eine Liebesgeschichte des 21. Jahrhunderts in einer Mittsommernacht zwischen einer erfolgreichen Scheidungsanwältin und einen Kleinganoven mit Alkoholexzess, Abenteuer und Widersehen nach einem One-Night-Stand. Zwischen Enttäuschung und Verzweiflung machen sich Helena und Bob auf in ein ungewöhnlichskurriles Abenteuer. Beim  1. Theaterfestival Gladbeck gewann das Stück „Eine Sommernacht“ unter der Regie von Eva Zitta, mit Musik von Marcus Krieger und verkörpert durch das Schauspielerduo Tanja Brügger und Dominik Hertrich den ersten Publikumspreis. Damit setzte sich das Ensemble gegen zwei weitere eindrucksvolle Stücke durch, die ebenfalls am vorletzten Wochenende beim 1. Theaterfestival im Gladbecker Magazin von Susanne A. Schalz aufgeführt wurden: „Willems Wilde Welt“ vom Theater glassbooth und „Das Interview“ vom Trias Theater Ruhr. Wir von VLIPP haben das Projekt aufgenommen und für die Theaterszene entwickelt. Vor allem Susanne A. Schalz hat sich dabei außerordentlich engagiert. Ort: Magazin, Talstraße 11 in Gladbeck Zeitraum: 28. – 30.06.2019 Aufgaben: Förderung und Unterstützung der Theaterszene Projektkosten: 500,- € Theaterfestival im Magazin in Gladbeck, 28. – 30.06.2019 Weiterführende Links: https://dispodispo.de https://vlipp.de https://www.magazin-gladbeck.de  

Graffiti Hall of Fame

25.09.2018

Spraykunst im Schürenkamptunnel: 39 Künstler, jede Menge Sprühdosen, Pizza und ausgelebte Kreativität. Was passiert, wenn man der Sprayerszene in Gladbeck, die bis nach Berlin und Hamburg vernetzt ist, Freifläche gibt? Es wird bunt, belebt ‒ aus Grau wird … die Bilder sprechen für sich ‒ fette Aktion und ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten und Möglichmacher. Positives von Gladbeck erzählen Natürlich lag Sprühdunst im Tunnel und natürlich stimmten Beats die Sprayer auf ihr Tageswerk ein ‒ mit der Atemmaske kein Problem, als Gesamtbasis zum kreativen Austoben sogar bestens: Denn 650 qm Wandflächen im Tunnel und am angrenzenden Mauerwerk wurden für die Jungs und Mädels der Szene vorbereitet. Hier wurde erst gerührt und dann geschüttelt, da sich über das Handlungsfeld 1 des BIWAQ-Projektes tapfere Maler fanden, die mit der rebeq den Tunnel vorgestrichen hatten. Dann ging es ans Sprayen ‒ von jungen Nachwuchskünstlern bis zu alten Haudegen der Szene ‒ sie alle gestalteten geschätzt 80‒85 % der Wand nach ihren eigenen Ideen. Der Schürenkamptunnel ist jetzt sogar bei Google Maps als Aktionsstelle gelistet und zeigt als kleines weiteres „Puzzlestück“, dass es hier in Gladbeck mehr zu erleben gibt und das kreative Milieu aktiv ist. Auch ein guter Punkt: Ältere Sprayer trafen sich nach längerer Zeit wieder, Freundschaften konnten wieder aufgelebt und vergangene Unstimmigkeiten ausgeräumt werden ‒ schöne Impulse für eine kreative Szene und Gladbeck. Wir von VLIPP haben das Projekt aufgenommen, entwickelt und die wichtigen KKW-Akteure und Stadtvertreter zusammengebracht. Vor allem Maria und Holger haben sich hervorgetan, die Realisierung gemeistert und am Veranstaltungstag die Künstler ‒ auch mit Getränken und Essen unterstützt. Ort: Schürenkamptunnel in Gladbeck Zeitraum: Ein Spraytag praktisch und grob ein halbes Jahr Vorlaufzeit Aufgaben: Eventplanung, Kommunikation mit Stadt und Künstlern, Einkauf Projektkosten: ca. 3.000 €

In Zusammenarbeit mit

Stadt Gladbeck